BMI-Rechner
Berechnen Sie Ihren Body-Mass-Index (BMI) sofort. Erhalten Sie Ihre WHO-Klassifikation, den gesunden Gewichtsbereich und persönliche Empfehlungen.
Was ist der Body-Mass-Index (BMI)?
Wie berechnet man den BMI?
Die BMI-Formel
- = Body-Mass-Index in kg/m²
- = Körpergewicht in Kilogramm
- = Körpergröße in Metern
BMI-Berechnung: Praktische Beispiele
Beispiel 1: Frau, 65 kg, 1,68 m
Beispiel 2: Mann, 95 kg, 1,80 m
Beispiel 3: Sportler, 90 kg, 1,78 m
Tipps rund um den BMI und ein gesundes Gewicht
- Verwenden Sie den BMI als Ausgangspunkt, nicht als alleiniges Gesundheitsmaß. Ergänzen Sie ihn durch den Bauchumfang: Bei Frauen sollte dieser unter 80 cm, bei Männern unter 94 cm liegen, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gering zu halten.
- Messen Sie sich immer zur gleichen Tageszeit und unter gleichen Bedingungen (morgens, nüchtern, leicht bekleidet). Tagesbedingte Gewichtsschwankungen von 1 bis 2 kg sind völlig normal und verfälschen den BMI kurzfristig.
- Beachten Sie, dass sich der optimale BMI mit dem Alter verschiebt. Studien zeigen, dass Personen über 65 Jahre mit einem BMI zwischen 24 und 29 die niedrigste Sterblichkeit aufweisen. Ein leicht erhöhter BMI im Alter kann sogar schützend wirken.
- Setzen Sie auf langfristige Gewichtsveränderungen statt auf Crashdiäten. Eine gesunde Gewichtsabnahme liegt bei 0,5 bis 1 kg pro Woche. So verlieren Sie hauptsächlich Fettmasse und erhalten Ihre Muskeln.
- Kombinieren Sie Ausdauer- und Krafttraining. Krafttraining baut Muskelmasse auf, die den Grundumsatz erhöht. Dadurch kann Ihr BMI kurzfristig steigen, obwohl Ihr Körperfettanteil sinkt -- ein Zeichen positiver Veränderung.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Ihr BMI dauerhaft unter 18,5 oder über 30 liegt. In diesen Bereichen steigt das Risiko für gesundheitliche Komplikationen deutlich, und professionelle Beratung kann helfen, die richtigen Schritte einzuleiten.
Häufig gestellte Fragen zum BMI
Welcher BMI ist für mein Alter normal?
Die WHO definiert einen BMI zwischen 18,5 und 24,9 als Normalgewicht, unabhängig vom Alter. Allerdings zeigt die Forschung, dass sich der optimale BMI mit dem Alter verschiebt. Der amerikanische National Research Council (NRC) empfiehlt folgende Richtwerte: 19 bis 24 für Personen von 19 bis 24 Jahren, 20 bis 25 für 25- bis 34-Jährige, 21 bis 26 für 35- bis 44-Jährige, 22 bis 27 für 45- bis 54-Jährige, 23 bis 28 für 55- bis 64-Jährige und 24 bis 29 für Personen über 65. Mit zunehmendem Alter sind also leicht höhere BMI-Werte gesundheitlich unbedenklich.
Unterscheidet sich der ideale BMI für Frauen und Männer?
Die BMI-Formel ist für Frauen und Männer identisch. Die WHO unterscheidet in ihrer Klassifikation nicht nach Geschlecht. In der Praxis haben Männer jedoch mehr Muskelmasse, die schwerer ist als Fettgewebe. Deshalb liegt der ideale BMI für Männer tendenziell im oberen Normalbereich (20 bis 25), während Frauen oft im Bereich von 18,5 bis 24 liegen. Diese Unterschiede spiegeln sich nicht in der Formel wider, weshalb ergänzende Messungen wie der Körperfettanteil für eine genauere Einschätzung sinnvoll sind.
Warum ist der BMI für Sportler und Muskulöse ungenau?
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Da Muskelgewebe dichter und schwerer ist als Fettgewebe, ergibt sich bei durchtrainierten Personen rechnerisch ein höherer BMI, obwohl ihr Körperfettanteil niedrig ist. Ein Bodybuilder mit 100 kg bei 1,80 m hat einen BMI von 30,9 (Adipositas Grad I), obwohl er möglicherweise nur 10 % Körperfett hat. Für Sportler sind Messungen wie die Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA), der Bauchumfang oder die Hautfaltendicke deutlich aussagekräftiger.
Welche Alternativen zum BMI gibt es?
Die wichtigsten Alternativen sind: Der Bauchumfang (Taillenumfang), der das gesundheitlich besonders riskante viszerale Bauchfett misst -- kritisch ab 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern. Die Waist-to-Hip-Ratio (WHR), also das Taille-Hüft-Verhältnis, die ab 0,85 (Frauen) bzw. 0,90 (Männer) als Risikofaktor gilt. Die Waist-to-Height-Ratio (WHtR), das Verhältnis von Bauchumfang zur Körpergröße, das idealerweise unter 0,5 liegen sollte. Und der Körperfettanteil, der per BIA-Waage oder Caliper gemessen wird. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass die WHR langfristige Gesundheitsrisiken besser vorhersagt als der BMI.
Ab welchem BMI spricht man von Adipositas?
Laut WHO-Klassifikation beginnt Adipositas bei einem BMI von 30,0 kg/m². Sie wird in drei Schweregrade unterteilt: Adipositas Grad I (BMI 30,0 bis 34,9), Grad II (BMI 35,0 bis 39,9) und Grad III, auch Adipositas permagna genannt (BMI ab 40,0). In Deutschland sind laut Robert Koch-Institut etwa 19 % der Erwachsenen adipös. Mit steigendem Adipositas-Grad erhöht sich das Risiko für Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes (bis zu 30-fach erhöht bei BMI über 30), Bluthochdruck, Schlafapnoe und Gelenkprobleme deutlich.
Wie berechne ich das Normalgewicht für meine Größe?
Das Normalgewicht lässt sich aus der BMI-Formel umstellen. Für den oberen Rand des Normalbereichs (BMI 24,9) gilt: Normalgewicht (max.) = 24,9 × Körpergröße (m)². Bei einer Größe von 1,75 m ergibt das: 24,9 × 3,0625 = 76,3 kg. Für den unteren Rand (BMI 18,5): 18,5 × 3,0625 = 56,7 kg. Ihr Normalgewicht liegt also zwischen 56,7 kg und 76,3 kg. Unser Rechner ermittelt diesen Bereich automatisch und zeigt Ihnen, wie weit Sie vom gesunden Gewichtsbereich entfernt sind.
Ist ein BMI von 25 bereits gefährlich?
Ein BMI von 25 liegt an der Grenze zum Übergewicht, ist aber nicht automatisch gesundheitsgefährdend. Im Bereich 25 bis 29,9 (Präadipositas) steigt das Risiko für bestimmte Erkrankungen nur leicht an. Entscheidend sind zusätzliche Faktoren wie der Bauchumfang, der Blutdruck, die Blutfettwerte und der Blutzucker. Ein sportlicher Mensch mit BMI 26 und niedrigem Bauchfett hat ein deutlich geringeres Risiko als eine Person mit BMI 26 und viel viszeralem Fett. Der BMI allein sagt wenig über das individuelle Gesundheitsrisiko aus.
Wie genau ist der BMI bei Kindern und Jugendlichen?
Bei Kindern und Jugendlichen wird der BMI anders bewertet als bei Erwachsenen. Statt fester Grenzwerte verwendet man alters- und geschlechtsspezifische Perzentilkurven: Ein BMI oberhalb der 90. Perzentile gilt als Übergewicht, oberhalb der 97. Perzentile als Adipositas. Da sich der Körperfettanteil in der Wachstumsphase ständig verändert, sollte der BMI bei Kindern immer im Kontext der Wachstumskurven interpretiert und am besten durch einen Kinderarzt bewertet werden.
Wichtige Begriffe rund um den BMI
Body-Mass-Index (BMI)
Kennzahl zur Bewertung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße, berechnet als Gewicht (kg) geteilt durch Größe (m) zum Quadrat. Einheit: kg/m².
Adipositas
Starkes Übergewicht mit einem BMI ab 30,0 kg/m². Wird in drei Schweregrade (I, II, III) unterteilt und gilt als eigenständige chronische Erkrankung mit erhöhtem Risiko für Folgeleiden.
Präadipositas
Vorstufe der Adipositas, definiert als BMI zwischen 25,0 und 29,9 kg/m². Häufig auch als Übergewicht bezeichnet.
Normalgewicht
Gewichtsbereich mit dem geringsten statistischen Gesundheitsrisiko, entspricht einem BMI von 18,5 bis 24,9 kg/m² nach WHO-Definition.
Viszerales Fett
Fettgewebe, das die inneren Organe im Bauchraum umgibt. Es produziert entzündungsfördernde Botenstoffe und gilt als Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes.
Waist-to-Height-Ratio (WHtR)
Verhältnis von Bauchumfang zu Körpergröße. Gilt als aussagekräftiger als der BMI zur Einschätzung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Idealwert: unter 0,5.
Perzentile
Statistisches Maß, das angibt, wo ein Wert im Vergleich zu einer Referenzgruppe liegt. Bei Kindern wird der BMI anhand von Perzentilkurven bewertet, die Alter und Geschlecht berücksichtigen.
