Lauftempo-Rechner
Berechnen Sie Ihr Lauftempo, Ihre Zeit oder Distanz. Erhalten Sie Zwischenzeiten, Geschwindigkeit und Rennprognosen mit der Riegel-Formel.
Was ist ein Pace Rechner?
Wie berechnet man das Lauftempo (Pace)?
Riegel-Formel zur Rennzeit-Vorhersage
- = Bekannte Laufzeit auf der Referenzdistanz (in Minuten)
- = Vorhergesagte Laufzeit auf der Zieldistanz (in Minuten)
- = Referenzdistanz (z. B. 10 km)
- = Zieldistanz (z. B. 42,195 km für Marathon)
- = Ermüdungsexponent nach Peter Riegel
Praxisbeispiele: Pace und Rennzeit berechnen
Vom 10-km-Lauf zur Marathon-Zielzeit
Halbmarathon-Zielzeit aus 5-km-Bestzeit ableiten
Pace-Berechnung für den Berlin-Marathon
Tipps für das richtige Lauftempo
- Finde deine aktuelle Pace ehrlich heraus. Laufe einen 5-km-Test unter Wettkampfbedingungen und nutze das Ergebnis als Ausgangsbasis für alle weiteren Berechnungen.
- Plane deine Wettkämpfe mit negativen Splits. Laufe die erste Hälfte 10-15 Sekunden pro Kilometer langsamer als die Zielpace. Fünf von sieben Marathon-Weltrekorden wurden mit negativen Splits gelaufen.
- Trainiere in verschiedenen Pace-Bereichen. Lockere Dauerläufe bei 60-70 % der Wettkampf-Pace fördern die Grundlagenausdauer. Tempoläufe bei 90-95 % verbessern die Laktatschwelle. Intervalle bei 100-105 % steigern die maximale Sauerstoffaufnahme.
- Nutze die Splits-Tabelle am Renntag. Drucke die Splits für jeden Kilometer aus oder speichere sie auf deiner Laufuhr. So erkennst du sofort, ob du zu schnell oder zu langsam unterwegs bist.
- Berücksichtige äußere Bedingungen. Hitze, Wind und Höhenmeter beeinflussen deine reale Pace erheblich. Bei Temperaturen über 25 °C sinkt die Leistung um 1-3 % pro zusätzlichem Grad.
- Steigere dein Tempo schrittweise. Eine Verbesserung von 10-15 Sekunden pro Kilometer innerhalb eines Trainingszyklus von 8-12 Wochen ist realistisch. Größere Sprünge erhöhen das Verletzungsrisiko.
Häufig gestellte Fragen zum Lauftempo
Was ist eine gute Pace beim Laufen?
Eine gute Pace hängt vom Trainingszustand, Alter und Geschlecht ab. Für Anfänger ist eine Pace von 7:00-8:30 min/km beim Joggen völlig normal. Fortgeschrittene Freizeitläufer bewegen sich typischerweise bei 5:30-6:30 min/km. Ambitionierte Hobbyläufer erreichen 4:30-5:30 min/km. Die durchschnittliche Marathon-Pace in Deutschland liegt bei etwa 5:56 min/km für Männer und 6:35 min/km für Frauen.
Wie rechne ich Pace in km/h um?
Die Formel lautet: Geschwindigkeit (km/h) = 60 / Pace (in Minuten). Eine Pace von 5:00 min/km entspricht 12,0 km/h. Eine Pace von 6:00 min/km entspricht 10,0 km/h. Eine Pace von 7:30 min/km entspricht 8,0 km/h. Umgekehrt: Pace (min/km) = 60 / Geschwindigkeit (km/h).
Wie genau ist die Riegel-Formel für die Rennzeit-Vorhersage?
Die Riegel-Formel liefert für trainierte Läufer auf Distanzen zwischen 5 km und Marathon eine Genauigkeit von etwa 2-5 %. Die Formel setzt voraus, dass der Läufer auf der Zieldistanz vergleichbar gut trainiert ist wie auf der Referenzdistanz. Bei untrainierten Läufern oder extremen Distanzunterschieden (z. B. von 1.500 m auf Marathon) weicht die Vorhersage stärker ab. Für die beste Genauigkeit sollte die Referenzzeit aus einem aktuellen Wettkampf oder Testlauf stammen.
Welche Pace brauche ich für einen Marathon unter 4 Stunden?
Für einen Marathon unter 4 Stunden benötigen Sie eine durchschnittliche Pace von maximal 5:41 min/km über die gesamten 42,195 km. Das entspricht einer Geschwindigkeit von 10,56 km/h. Als Trainingsrichtwert: Wer 10 km in unter 50 Minuten (Pace 5:00 min/km) laufen kann, hat laut Riegel-Formel das Potenzial für eine Marathonzeit von ca. 3:49 Stunden.
Was sind Lauf-Splits und warum sind sie wichtig?
Lauf-Splits sind die Zwischenzeiten für einzelne Streckenabschnitte, typischerweise pro Kilometer oder alle 5 Kilometer. Sie helfen, das Tempo über die gesamte Distanz gleichmäßig einzuteilen. Ohne Splits-Plan neigen Läufer dazu, die erste Hälfte zu schnell anzugehen, was ab Kilometer 30 zum gefürchteten Einbruch führt. Eine Splits-Tabelle zeigt für jeden Kilometer die ideale Durchgangszeit.
Was ist der Unterschied zwischen positiven und negativen Splits?
Bei positiven Splits läuft man die erste Rennhälfte schneller als die zweite, bei negativen Splits ist es umgekehrt. Negative Splits gelten als die effektivere Rennstrategie: Die erste Hälfte wird etwa 5-10 Sekunden pro Kilometer langsamer als die Zielpace gelaufen, die zweite Hälfte dann schneller. Fünf von sieben Marathon-Weltrekorden wurden mit negativen Splits aufgestellt. Die gängige Faustregel ist eine 51/49-Verteilung der Gesamtzeit.
Wie kann ich meine Pace beim Laufen verbessern?
Die effektivsten Methoden zur Pace-Verbesserung sind: regelmäßige Intervalltrainings (z. B. 6 × 1.000 m mit 2 Minuten Pause), Tempoläufe an der Laktatschwelle (20-40 Minuten im Wettkampftempo), konsequente Grundlagenausdauer-Läufe (70-80 % der wöchentlichen Laufkilometer im lockeren Tempo) und ergänzendes Krafttraining für Beine und Rumpf. Eine realistische Verbesserung liegt bei 10-20 Sekunden pro Kilometer innerhalb von 8-12 Trainingswochen.
Halbmarathon in unter 2 Stunden: Welche Pace brauche ich?
Für einen Halbmarathon unter 2 Stunden benötigen Sie eine Pace von maximal 5:41 min/km über 21,0975 km. Das entspricht einer Geschwindigkeit von 10,56 km/h. Als Orientierung: Wer 10 km in unter 54 Minuten (Pace 5:24 min/km) schafft, hat laut Riegel-Formel das Potenzial, den Halbmarathon in unter 2 Stunden zu finishen.
Wichtige Laufbegriffe
Pace
Das Lauftempo ausgedrückt in Minuten und Sekunden pro Kilometer (min/km). Eine Pace von 5:30 bedeutet 5 Minuten und 30 Sekunden pro Kilometer.
Splits
Zwischenzeiten an definierten Streckenpunkten. Gleichmäßige Splits (Even Splits) bedeuten ein konstantes Tempo über die gesamte Distanz.
Negative Splits
Eine Rennstrategie, bei der die zweite Hälfte schneller gelaufen wird als die erste. Gilt als optimale Pacing-Strategie für Langstreckenrennen.
Riegel-Formel
Eine mathematische Formel von Peter Riegel (1977), die anhand einer bekannten Laufzeit auf einer Distanz die voraussichtliche Zeit auf einer anderen Distanz berechnet.
Laktatschwelle
Die Belastungsintensität, ab der sich Laktat im Blut schneller ansammelt als abgebaut wird. Training an der Laktatschwelle verbessert die Ausdauerleistung und damit die erzielbare Pace.
VO2max
Die maximale Sauerstoffaufnahme in Millilitern pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute. Ein höherer VO2max-Wert ermöglicht eine schnellere Pace bei gleicher Anstrengung.
Kadenz
Die Anzahl der Schritte pro Minute beim Laufen. Eine höhere Kadenz (idealerweise 170-180 Schritte/Minute) kann die Laufökonomie und damit die Pace verbessern.
